Man könnte ein Buch schreiben

24 Jahre Verlagsleben
Erlebnisse & Erfahrungen

Im Jahr 1999 begann das Verlagsleben in einem kleinen Dorf in der Nähe von Hamburg als Hobby eines Autors und eines Hobbyverlegers. Doch schnell entwickelte sich daraus ein großes Unternehmen. Täglich trafen dutzende Anfragen für Buchveröffentlichungen ein und ein 43-Tonner mit palettenweise Büchern rollte in die Auffahrt des Einfamilienhauses. Daraufhin besprachen wir mit Autorinnen und Autoren ihre Bedürfnisse, Lösungen und deren Investitionsmöglichkeiten und schufen unseren ersten Self-Publishing-Verlag. In den ersten fünf Jahren halfen wir mehr als 1.000 Autoren, ihr Buch zu veröffentlichen.

Hamburger Hafen und Kekse

Wir arbeiteten zunächst im Elbdock im Hamburger Hafen und später in der berühmten Kemm’schen Villa in Hamburg, die für ihre «Braunen Kuchen» bekannt ist. Wir erweiterten unser Unternehmen, bildeten neue Buchsetzer aus und gründeten eine eigene Druckerei. Wir wollten auch die Buchhandlungsseite kennenlernen und eröffneten eine Buchhandlung in Trittau, östlich von Hamburg, die mit kostenlosem Kaffee und gemütlichen Sofas zum Verweilen einlud. Dadurch haben wir gelernt, wie der Buchhandel gut funktionieren kann. Wenn uns heute BuchhändlerInnen anrufen und uns von Problemen berichten, wissen wir diese besser einzuordnen und können für unsere Kunden schnell Lösungen finden.

Mehr als 40 Buchmessen

Die persönlichen Kontakte zu unseren Autorinnen und Autoren sind besonders wichtig. Die Buchmessen sind wie ein großes Verlagstreffen, bei denen sich Autoren aller Imprints und das ganze Team zusammenfinden. Häufig fehlt danach in der Woche darauf die halbe Belegschaft, weil die Klimaanlage in den Zügen, im Flieger und die Stunden in den Messehallen prädestiniert für Erkältungswellen sind. Manchmal bekommen wir Anrufe von verlorenen Autoren, die wir auf dem riesigen Gelände suchen müssen, weil sie den Stand nicht finden.

Abgebrannt

Einmal brannte sogar unser Fahrzeug auf der Rückfahrt von der Buchmesse 2005 aus, nur wenige Meter von einer Autobahntankstelle entfernt. Unser Verleger erinnert sich heute noch an den Anruf unseres Logistikers nachts um halb zwei: «Du weißt, ich würde Dich nicht anrufen, wenn es nicht wichtig wäre …» Es war eine lange Nacht …

«Stern TV» und Günter Jauch testen

Wir wurden einmal von Stern TV (als Günter Jauch es noch moderierte) unter die Lupe genommen. Ein Reporter filmte seinen Beratungs-Besuch bei uns mit versteckter Kamera, berichtete über den Ablauf und filmte dann wieder undercover sein fertiges Buch auf der Buchmesse. Daraus entstand eine dreiminütige Reportage und hinterher ein Studiogespräch mit Günter Jauch. Wir hatten den Test bestanden und Idee und Ausführung kamen gut an! Unsere Homepage hatte nach der Sendung tausende Besucher, und in der nächsten Sendung wurden die Bücher des Reporters verlost.

Unterwegs mit Markus Lanz

Unser Verleger hat früher bei Radio Hamburg mit Markus Lanz zusammengearbeitet (lesen Sie hier seine Geschichte im Handelsblatt). Vor einigen Jahren reiste unsere Autorin Susana Camino mit Lanz wiederum für eine lange Reportage durch Kuba. Es gibt viele solcher «zufälligen» Verbindungen. Die Welt, in der wir uns bewegen, ist kleiner geworden. «Ich habe auch schon Autorinnen und Autoren im Flugzeug getroffen», erzählt Geschäftsführer und Verleger Rodja Smolny.

In der Zentralschweiz zu Hause

Obwohl die Verlagsbranche einem ständigen Wandel unterliegt, ist der Verlag stolz darauf, auch in Zukunft weiterhin ein wichtiger Teil des Literaturbetriebs zu sein. Selbstverständlich müssen wir uns an die aktuellen Entwicklungen anpassen und uns immer wieder neuen Herausforderungen stellen. Doch wir sind zuversichtlich, dass wir auch in den kommenden Jahren Bücher veröffentlichen werden, die unsere Leserinnen und Leser begeistern werden. Und wer weiß, welche spannenden Erlebnisse uns noch bevorstehen – vielleicht mit Ihnen?